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Aktuelle Themen aus dem Bereich Tierversuche und Alternativmethoden |
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Primatenversuche - Aus für Versuche in BremenRund 400 Abgeordnete (50 %) des Europäischen Parlaments unterzeichneten im September 2007 die schriftliche Erklärung Nr. 40 zur Verwendung von Primaten zu wissenschaftlichen Zwecken (Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes vom 05.09.2007). Die schriftliche Erklärung ist zum Beispiel bei der anstehenden Überarbeitung der EU-Versuchstierrichtlinie von großer Bedeutung, da darin ein konkreter Zeitplan gefordert wird, um Versuche an Primaten durch Alternativmethoden zu ersetzen. Darüber hinaus sollen auch Versuche an Menschenaffen und an wild gefangenen Affen eingestellt werden.
In Deutschland werden jährlich 2000 Affen zu wissenschaftlichen Zwecken verbraucht. 2007 waren es sogar fast 2.500 Affen. Viele dieser Tiere werden von fragwürdigen Zuchtstationen aus Ländern wie Mauritius, Vietnam oder China importiert. Aus Mauritius landen auch immer wieder wild gefangene Affen in deutschen Labors. 2007 waren es 56 Javaneraffen.
Im Oktober 2008 hat der Bremer Senat Hirnversuche an Affen an der Universität die Genehmigung verweigert (Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes und Bremer Tierschutzvereins vom 16.10.2008). Er folgt damit dem Beispiel von Berlin und München, wo ebenfalls entsprechende Versuche aufgrund der mangelnden ethischen Vertetbarkeit abgelehnt wurden.
Überarbeitung der EU-Versuchstierrichtlinie abgeschlossenEU-Tierversuchsrichtlinie verabschiedet: Chance für mehr Tierschutz vertan
Im September 2010 wurde mit großer Mehrheit dem Kompromisstext, der nach langen Verhandlungen zwischen EU-Kommission, EU-Ministerrat und EU-Parlament im Dezember 2009 erstellt wurde, angenommen. Der Deutsche Tierschutzbund ist enttäuscht, dass die neue Richtlinie weit hinter den Forderungen der Tierschützer zurückbleibt.
Die EU-Mitgliedstaaten müssen nun bis November 2012 die neuen Regelungen in nationales Recht umsetzen.
2009: Tierversuchszahlen weiter gestiegen
2,9 Millionen Wirbeltiere in deutschen Labors verbraucht – Steigende Tendenz auch 2010 ungebrochen
Erneut stieg der Verbrauch von Versuchstieren in Deutschland an, auf insgesamt 2.856.316 Die aktuelle Statistik hat das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft gerade veröffentlicht. Das sind 2,5 Prozent mehr Tiere als 2009. Es ist erschütternd, dass keine ernsthaften Anzeichen zu sehen sind, um diese Tendenz zu stoppen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert von der Bundesregierung, dass bei der anstehenden Umsetzung der EU-Versuchstierrichtlinie endlich Maßnahmen ergriffen werden, eine Forschung ohne Tierversuche einzuleiten.
Die Veröffentlichung der Versuchstierzahlen für 2011 werden erst Ende 2012 erwartet.
Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes vom 02.11.2011
Hoher Tierverbrauch auch in der EU
Im Oktober 2010 veröffentlichte die Euopäische Kommission ihren sechsten Bericht über die Anzahl der Tierversuche für das Jahr 2008. Auch auf europäischer Ebene ist kein Rückgang des Tierleids zu verzeichnen. 12 Millionen Tiere wurden 2008 in der EU zu Versuchszwecken „verbraucht“. Die größten Tierverbraucher sind Großbritannien, Frankreich gefolgt von Deutschland.
EU-ChemikalienpolitikDie neue Chemikalienverordnung REACH (Registrierung, Evaluierung/Bewertung und Authorisierung/zulassung von Chemikalien) ist im Juni 2007 in Kraft getreten (Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes / Akademie für Tierschutz). Die Registrierung von Chemikalien hat im Juni 2008 begonnen (Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes). Es ist zwar gelungen, viele ursprünglich geplante Tierversuche zu verhindern und wichtige Maßgaben zur Förderung tierversuchsfreier Verfahren in der neuen Gesetzgebung zu verankern. Gleichwohl sind aber noch nicht alle Tierversuche durch bereits verfügbare tierversuchsfreie Verfahren ersetzt worden. Nun gilt es die Umsetztung der Verordung kritisch zu überwachen.
EU-KosmetikrichtlinieIn der 7. Änderung der EU-Kosmetikrichtlinie wird ein Vermarktungsverbot von in Tierversuchen getesteten Kosmetika und ein EU-weites Tierversuchsverbot in zeitlichen Etappen für 2004, 2009 und 2013 vorgeschrieben.
Die Europäische Kommission arbeitet nun daran, das für März 2013 vorgesehene Verkaufsverbot für Kosmetika, die in Tierversuchen getestet wurden, weiter zu verschieben. Am 15.10.2010 endete eine öffentliche Anhörung der Kommission zu ihrem Bericht über die Verfügbarkeit von tierversuchsfreien Testmethoden. In diesem Bericht wird bezweifelt, dass ausreichend Alternativmethoden vorhanden sind, um auf Tierversuche für Kosmetika zu verzichten. Der Deutsche Tierschutzbund hat in seiner Einlassung die Einhaltung des Termins ohne Wenn und Aber gefordert (Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes vom 15.10.2010). Auch in einer weiteren Stellungnahme zur Folgenabschätzung des Vermarktungsverbotes hat er zusammen mit seiner Dachorganisation Eurogroup for Animals der EU-Kommission Anfang 2011 seine Position bekräftigt.
Mehr zu den Entwicklungen zur Abschaffung von Tierversuchen im Bereich Kosmetik
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| Im eigenen Zellkulturlabor leisten wir einen aktiven Beitrag zu einer Forschung ohne Tierversuche.
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| Erschütternde Missstände im Laboralltag machen deutlich: Versuche an Affen müssen sofort verboten werden.
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| Die neue EU-Chemikalienpolitik darf kein Massengrab für 45 Mio. Tiere werden.
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| Über 20 Jahre Kampf zur Abschaffung von Tierversuchen für Kosmetika: Erfolge stellen sich nur etappenweise ein.
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