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Hunde |
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Der Hund (Canis lupus f. familiaris) stammt vom Wolf (Canis lupus) ab. Vor etwa 14 000 Jahren begann die Domestikation des Hundes durch den Menschen. Die frühesten Funde von Hundeskeletten erfolgten in Europa und Asien. Der Hund wurde als Helfer bei der Jagd, als Wächter über Heim und Herden und auch als Nahrungsquelle für den Menschen genutzt.
Hunde sind soziale Tiere und leben unter natürlichen Bedingungen, wie man heutzutage beispielsweise beim Dingo (verwilderte Haushundeart in Australien und Neuguinea) beobachten kann, in Rudeln mit einer hierarchischen Sozialstruktur. Jedes Tier hat seinen festen Platz und eine feste Aufgabe im Rudel (Rangordnung). Die Kommunikation erfolgt u.a. durch ein komplexes Ausdrucksverhalten, wie z.B. Drohgebärden oder Imponierverhalten. Für die Entwicklung des Sozialverhaltens von Hunden ist die Zeit zwischen der 6. und 12. Lebenswoche besonders wichtig (Sozialisierungsphase). Im Spiel mit Altersgenossen erlernt der Hund, wie man sich gegenüber Sozialpartnern verhält. Auch die so genannte Beißhemmung muss spielerisch erlernt werden.
Für den Hund als ursprünglichen Jäger sind Geruchssinn und Hörvermögen besonders wichtig, um seine Beute aufzuspüren. So ist es nicht verwunderlich, dass er beim Riech- und Hörvermögen den Menschen weit übertrifft. Zum Beispiel hört der Hund Laute, die etwa in einem Bereich von 20 Hz bis 40 kHz liegen (Mensch: 10 Hz bis 20 kHz). Auch das Repertoire an mimischen Ausdrucksformen ist bei Hunden sehr ausgeprägt. Sie kommunizieren untereinander mit Körpersprache (Körperhaltung, Rutenstellung) und Mimik (Stellung der Lefzen, Mundwinkel, Blicke, Ohrenstellung, Runzeln von Stirn- und Nasenrücken). Die ausgeprägte Fähigkeit von Hunden, gegenseitig die Körpersprache zu lesen, wenden Hunde auch beim Menschen an und können so lernen, die Empfindungen von Menschen einzuschätzen.
Hunde sind keine reinen Fleischfresser. Auch Wölfe fressen ihre Beute „mit Haut und Haaren“ und nehmen so auch meist den pflanzlichen Mageninhalt des Beutetieres mit auf. Da Hunde den Wolf als Stammvater haben, der sein Futter durch Jagen erbeutet, haben auch Hunde ein ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis.
Ein Hund kann nur dann artgerecht gehalten werden, wenn wir bereit sind, der angeborenen Lebensweise und dem artspezifischen Verhalten der Hunde auch in Menschenobhut ausreichend Rechnung zu tragen.
Folgende Broschüren können Sie kostenlos beim Deutschen Tierschutzbund bestellen:
Broschüre "Hund aus zweiter Hand"
Broschüre "Gassi gehen - kein Problem"
Broschüre "Tier und Urlaub - Der Ratgeber"
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