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Aufklärungsarbeit ist wichtig |
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Selbst vielen Amtstierärzten ist das Syndrom "Animal Hoarding“ als eine Krankheit bisher absolut unbekannt. Für die Veterinärbehörden ist die Beschlagnahmung die letzte Konsequenz, nachdem die immer wieder erteilten Auflagen von den Tierhaltern ignoriert worden sind und auch die Verhängung von Bußgeldern zu keiner dauerhaften Verbesserung der Situation geführt hat. Bei intensiver Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild wird erkennbar, dass Auflagen und Bußgelder nicht zur Einsicht führen, und diese Maßnahmen letztendlich nur eine Verlängerung des Leidenswegs der betroffenen Tiere bewirken. Besonders dramatisch ist jedoch, dass auch die Beschlagnahmung des Tierbestandes letztendlich nur dann erfolgreich sein kann, wenn der kranke Mensch professionelle Hilfe in psychiatrischer Langtherapie erfährt.
Es ist damit zu rechnen, dass die Anzahl von bekannt werdenden Fällen von Animal Hoarding ansteigen wird. Und es wird noch viel Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen, bis Animal Hoarding auch in Deutschland als Krankheit anerkannt wird. Um den Menschen und damit auch den Tieren dauerhaft zu helfen, ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit nötig. Der Amtstierarzt sollte die Möglichkeit haben, sofort einzugreifen und den Tierbestand sicherzustellen. Gleichzeitig ist eine zeitnahe gerichtliche Entscheidung mit angeordneter psychologischer Therapie und Tierhalteverbot notwendig.
Wir müssen jetzt beginnen, über die Krankheit des "Animal Hoardings“ aufzuklären. Sollte der Verdacht bestehen, dass es sich bei einer Tierhaltung um das beschriebene Phänomen handelt, bitten wir darum, den zuständigen Amtstierarzt auf Animal Hoarding anzusprechen und ihn an die Akademie für Tierschutz zu verweisen.
Als Erkennungshilfe für Amtstierärzte dient die von Amtstierärzten, Wissenschaftlern und Psychologen gemeinsam ausgearbeiteten Checkliste für das Vorliegen eines echten Falls von Tierhorten ("Animal Hoarding").
Die Experten der Akademie für Tierschutz sind gerne bereit den Amtstierarzt ausführlich zu diesem bisher weitgehend unbekannten Krankheitskomplex zu informieren.
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