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Kritik an Tierversuchen |
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Studie belegt: Tierversuche halten nicht, was sie versprechenTierversuche sind umstritten. Tierschützer lehnen sie aus ethischen Gründen ab. Aber auch aus wissenschaftlicher Sicht wird immer wieder Kritik geäußert. So zum Beispiel auch bei dem Fall des Test-Medikamentes TGN 1412 der Firma TeGenero, bei dem kürzlich sechs menschliche Probanden lebensbedrohlich erkrankten. Die Menschen erkrankten trotz unbedenklicher Tierversuchsergebnisse im Rahmen der vorklinischen Mittel-Erprobung. Die Frage nach der Übertragbarkeit von Tierversuchen auf den Menschen wurde damit in dramatischer Weise in die Öffentlichkeit getragen.
Die Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes beteiligte sich an einer Langzeitstudie, in der Anspruch und Wirklichkeit der tierexperimentellen Forschung an drei bayrischen Universitäten untersucht wurden. In einer Pressekonferenz am 26.04.2006 stellte die Akademie für Tierschutz zusammen mit dem Bund der Steuerzahler und den Autoren der Studie die Ergebnisse vor.
Fazit der Studie
Kein einziges der begutachteten Tierversuchsprojekte führte zu einer neuen Therapie oder einer Verbesserung einer solchen, obwohl dies im ursprünglichen Tierversuchsantrag in Aussicht gestellt wurde. Zurückblickend muss daher geschlossen werden, dass die Tierversuche in Hinblick auf den versprochenen medizinischen Forschritt völlig unnötig waren und aus der heutigen Perspektive nicht hätten genehmigt werden dürfen. Die Tierexperimentatoren haben in ihren Anträgen den Nutzen der Tierversuche schlichtweg maßlos übertrieben, um die Notwendigkeit der Versuche glaubhaft zu machen.
Angesichts dieser katastrophalen Bilanz fordert die Akademie für Tierschutz Konsequenzen seitens des Gesetzgebers, wie die Verschärfung des Genehmigungsverfahrens und die regelmäßige Qualitätskontrolle der Tierversuchsprojekte.
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