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Betäubungslose Kastration von Ferkeln |
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Das deutsche Tierschutzgesetz erlaubt die betäubungslose Kastration von männlichen Ferkeln bis zu ihrem siebten Lebenstag durch den Landwirt.
Diese Prozedur ist für das Ferkel mit sehr großen und lang anhaltenden Schmerzen verbunden. Diese Tatsache wird von keinem ernstzunehmenden Wissenschaftler in Frage gestellt.
Mastschweine werden in Deutschland mit ca. 100 kg geschlachtet. In diesem Alter bildet ein Teil der männlichen unkastrierten Schweine den so genannten Ebergeruch aus, der zu einer Geruchs- und Geschmacksabweichung des Fleisches beim Braten und Kochen führt und vom Konsumenten als sehr abstoßend empfunden wird. Kastrierte männliche Ferkel entwickeln diesen Ebergeruch nicht.
Aus Sicht des Tierschutzes ist der vollständige Verzicht auf die Kastration, also die Jungebermast, die beste Methode. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es jedoch noch kein routinemäßiges Verfahren auf dem Markt, mit dem es möglich wäre, geruchsbelastete Schlachtkörper herauszufinden. Dies wäre aber nötig, solange der Konsument dies verlangt.
Es gibt jetzt - entwickelt in der Schweiz - eine praxistaugliche Betäubungsmethode: die Gasnarkose mit Isofluran. Isofluran ist ein modernes Narkosegas, das auch in der Humanmedizin eingesetzt wird. Die Betäubung wird durch den Tierarzt durchgeführt. Es handelt sich um eine tiefe Narkose, die aber nur sehr kurz ist. Die Tiere schlafen bereits nach einer Minute ein. Nach der Kastration unter Vollnarkose und Absetzen des Gases wachen die Ferkel schon nach ca. zwei bis drei Minuten auf und sind dann wieder bei vollem Bewusstsein. Um den jungen Ferkeln darüber hinaus den Wundschmerz nach der Narkose zu verringern, sollte Isofluran ausschließlich in Kombination mit einem Schmerzmittel verabreicht werden.
Die Akademie für Tierschutz setzt sich bereits seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema "Alternativen zur betäubungslosen Kastration von Ferkeln" wissenschaftlich auseinander und schaltet sich in alle Diskussionen um das Thema ein, damit endlich die betäubungslose Kastration von Ferkeln verboten und Alternativen vorangebracht werden.
Wenn Sie sich zu diesem Thema ausführlicher informieren möchten, lesen Sie bitte unsere Übersicht "Alternativen zur betäubungslosen Kastration von Ferkeln".
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