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Stadttauben |
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Stadttauben sind verwilderte Nachkommen von Haustauben. Verwilderte Haustauben folgten den Menschen in die Städte, wo sie gute Nistgelegenheiten in den Nischen der Häuser und den Stadtmauern fanden. Ihre Nahrungsquelle war das Getreide auf den Feldern. Diese Gemeinschaft zwischen Mensch und Taube blieb bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unverändert.
Erst ab ungefähr 1950 vermehrte sich der Taubenbestand in den großen Städten Europas und der USA rasant. Nahrungsreste, die Abfälle unserer Wohlstandsgesellschaft, sind keine artgerechte Nahrung für die Tauben, stehen aber mehr denn je im Überfluss zur Verfügung. Das reichliche Futterangebot kann die domestikationsbedingte hohe Brutaktivität der Stadttaube fördern. Die daraus resultierende Vergrößerung der Population führt dann zu einer Konkurrenz um geeignete Brutplätze. Um eine begrenzte Anzahl von Nisthöhlen drängen sich immer mehr Tauben. Viele Tauben müssen daher auf absolut ungeeignete Plätze ausweichen, an denen sie ihre Jungen nicht aufziehen können. Andere Tauben verlassen vorzeitig ihre Brut, da der Stress in den übervölkerten Brutplätzen sehr groß ist. Ohne ein tierschutzgerechtes Taubenmanagement wird die Stadt zu einem echten Tierschutzproblem für die Tauben.
Zu der wichtigsten Maßnahme bei einer tiergerechten Bestandesregulierung gehört u.a. die Schaffung von geeigneten Nistmöglichkeiten, die für die Tauben attraktiv sind und in denen der gezielte Gelegeaustausch zur sanften Regulierung der Bestandesgröße der Stadttaubenpopulationen erfolgt.
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